Corona – soziale Distanz – Solidarität – Wirtschaft – Exit-Strategie – Ausnahmezustand:

Stichworte, die zu einem Brainstorm, aber eigentlich noch mehr zu einem Emotionstorm führen. Nach einem dreiwöchigen Arbeitsunterbruch nehmen wir unsere Aktivitäten schrittweise wieder auf. Dabei achten wir auf die Sicherheit für unsere Mitarbeitenden.

Zudem unterstützen wir die Bevölkerung in unserer direkten Nachbarschaft. Mit einer Leitung aus unserem Projektgelände versorgen wir die Menschen mit Wasser und in Zusammenarbeit mit den Quartierverantwortlichen helfen wir bei der Beschaffung von Lebensmitteln und Alltagsgütern für notleidende Personen.

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Noch ist kein halbes Jahr vergangen, als ein kleiner Junge im Rollstuhl das grüne Band zum neuen wunderbaren, vielfarbigen Spielplatz durchschnitt und so den Sinnes- und Spielgarten auf unserem Gelände eröffnete. Und jetzt dominieren auf der ganzen Welt die weiss-roten Absperrbänder. Grenzen werden dicht gemacht. Und was geschieht mit Afrika? Anfang April hat Äthiopien den Ausnahmezustand für fünf Monate ausgerufen.

Niemand kann abschätzen, was das Virus mit Afrika, mit Äthiopien macht. Wie können die Menschen täglich mehrmals Hände waschen, wenn das Wasser fehlt? Wie die Distanz halten, wenn man dicht an dicht wohnt? Wie sollen kranke Menschen gepflegt werden, wenn das Gesundheitssystem schon ohne Corona überfordert ist? In der Schweiz gibt es 4,24 Ärzte pro 1000 Einwohner – in Äthiopien sind es 0,1.

Mit Tamirat, unserem Projektleiter, sind wir in engem Kontakt. Unsere Mitarbeitenden sind, natürlich bei vollem Lohn, bis Ende April freigestellt. Danach fahren wir, unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsmassnahmen, gewisse Aktivitäten wieder hoch. Der direkten Kundenkontakt wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder möglich sein. Notsituationen erwarten wir insbesondere bei den Frauen unserer IGA-Gruppen (Income-Generating-Activities). Sie werden ihre Produkte in den nächsten Monaten kaum verkaufen können, da ihre wichtigste Kundschaft, die ausländische Community, das Land weitgehend verlassen hat.

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Unsere Schneiderinnen durften einen grösseren Auftrag für die UN machen.

In den letzten Monaten unterstützten vier freiwillige Fachkräfte unser Physiotherapieteam. Die Bilder zeigen, was unsere Arbeit so wertvoll macht: Solidarität statt sozialer Distanz!

Herzlichen Dank:

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Flo

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Marijke

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Kirsten

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Alex

Wir haben keine Exit-Strategie. Vielmehr wünschen wir uns ein baldiges Ende des Ausnahmezustandes. Und auf dem Weg durch die Krise hoffen wir natürlich auf viel Solidarität.

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

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