Über uns – engagiert, zukunftsorientiert, solidarisch
Addis Guzo ist ein gemeinnütziger, in der Schweiz anerkannter Verein mit aktuell 51 Mitgliedern. Seit 2012 betreiben wir in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, ein Zentrum für Menschen mit Behinderungen. Unsere Angebote stehen allen offen – unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder politischer Haltung.
Der Verein wird von der Mitgliederversammlung als oberstes Organ und dem Vorstand getragen, der gemeinsam mit der Geschäftsleitung für die strategische Ausrichtung, die Qualität der Projekte in Äthiopien und die Finanzierung verantwortlich ist.
Mit der Schaffung einer Geschäftsleitungsstelle in der Schweiz im August 2024 stellen wir die Weichen für die Zukunft. Sie trägt dazu bei, unsere Arbeit weiterzuentwickeln und nachhaltig abzusichern. Gleichzeitig bleibt freiwilliges Engagement ein zentrales Element unseres Erfolgs: Im Jahr 2025 wurden in Addis Abeba über 2700 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet – in der Schweiz waren es über 1000.
Geschäftsleitung seit 2024
Seit August 2024 leitet Christine die Geschäfte von Addis Guzo. Gemeinsam mit Bernhard Wissler hat sie 2011 Addis Guzo gegründet und über viele Jahre ehrenamtlich mitgestaltet. Heute koordiniert sie die Aktivitäten des Vereins in der Schweiz und in Äthiopien und sorgt für einen reibungslosen Ablauf zwischen Administration, Projektarbeit und strategischer Weiterentwicklung. Ihre Erfahrung in der Leitung sozialer Projekte, ihr Engagement für inklusive Zusammenarbeit sowie ihre Verbundenheit mit dem Team vor Ort prägen ihre Arbeit.
Präsidentin seit Juli 2024
Fabienne Stinus ist Lehrerin, Erwachsenenbildnerin und Didaktikexpertin mit langjähriger Erfahrung als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule im sogenannten „Unruhestand“. Sie kennt Addis Guzo seit den Anfangstagen und ist dem Projekt eng verbunden. Seit August 2023 engagiert sie sich als Vorstandsmitglied – mit besonderem Fokus auf die Westschweiz: Sie unterstützt das Fundraising in der französischsprachigen Schweiz und ist für alle Übersetzungen ins Französische verantwortlich.
Vorstandsmitglied der ersten Stunde
Bernhard Wissler ist Ergotherapeut, Rollstuhlfachmann und eine der zentralen Persönlichkeiten hinter Addis Guzo. Als Mitgründer war er massgeblich am Aufbau des Projekts in Addis Abeba beteiligt und hat dessen Entwicklung über viele Jahre entscheidend geprägt. Beruflich leitete er über zwei Jahrzehnte die Rollstuhlfirma hock’n roll ag und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der schweizerischen Ausbildung zur Fachfrau/zum Fachmann Rehatechnik. Seit 2018 führt er den Partnerverein rollaid, mit dem Addis Guzo eng und erfolgreich zusammenarbeitet.
Neues Vorstandsmitglied seit Juli 2025
Laura Marti bringt als Betriebswirtin wertvolle Fachkenntnisse in den Vorstand ein. Seit mehreren Jahren unterstützt sie die Buchhaltung des Vereins und engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit. Laura ist Addis Guzo seit langem persönlich verbunden: 2017 besuchte sie gemeinsam mit Bernhard und Christine Äthiopien, arbeitete im Projekt mit und reiste durchs Land. Die Eindrücke dieser Reise haben ihre Verbundenheit zu Äthiopien geprägt – und ihre Motivation, sich langfristig zu engagieren.
Neues Vorstandsmitglied seit Juli 2025
Mit seinem Hintergrund in European Global Studies und einem starken Interesse an internationaler Zusammenarbeit bringt Kai Wissler eine globale Perspektive in den Vorstand. Als Sohn von Gründungsmitglied Bernhard Wissler ist er mit Addis Guzo seit den Anfängen verbunden. Bei zwei Besuchen in Addis Abeba konnte er das Projekt nicht nur kennenlernen, sondern auch selbst mit anpacken – unter anderem in der Werkstatt. Die Begegnungen vor Ort haben seinen Blick für soziale Gerechtigkeit geschärft. Seit einiger Zeit unterstützt er die Weiterentwicklung der Website und bringt dabei seine technischen und konzeptionellen Fähigkeiten ein.
Wir setzen uns für Menschen mit Behinderungen in Äthiopien ein. Mit unserem Handeln wollen wir die Lebensbedingungen unserer Klienten verbessern und damit ihre aktive und selbstbestimmte Teilhabe am sozialen Leben im Sinne der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen fördern. Wir schützen die Würde der Menschen und unterstützen ihre Fähigkeit, sich und anderen zu helfen.
Wir handeln nach den Grundsätzen der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit. Wir engagieren uns für Menschen aller Altersgruppen, ohne Diskriminierung und ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, religiöser oder politischen Überzeugung. Unsere Haltung und unser Handeln sind bestimmt durch Respekt, Solidarität, Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Gerechtigkeit.
Die Direktbegünstigten unseres Wirkens sind Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige, sowie weitere Personen aus ihrem Umfeld. In den drei Hauptbereichen Hilfsmittelversorgung, Frühförderung von Kindern mit Mehrfachbeeinträchtigungen sowie Kompetenztraining für Direktbetroffene und Angehörige, bieten wir eine breite Palette von Aktivitäten und Dienstleistungen an. Unsere Erfahrungen und unser Wissen teilen wir mit anderen Organisationen, den Behörden oder weiteren interessierten Personenkreisen.
Unsere Mitarbeiter/-innen besitzen die für ihr Arbeitsfeld notwendigen Kompetenzen und handeln selbstverantwortlich. Wir unterstützen die fachliche und persönliche Weiterentwicklung durch zahlreiche Fortbildungen, Erfahrungslernen und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Kommunikation, Kooperation und Transparenz sind uns wichtig. Wir verstehen uns als lernende Organisation. Die Verbesserung der Lebensqualität aller Beteiligten erreichen wir durch Erhalten bewährter Strukturen auf der einen und durch Wandel, Erneuerung und Gestaltungswillen auf der anderen Seite. In der Erfüllung humanitärer Aufgaben sind wir ein aktiver und unabhängiger Partner der Behörden auf allen Ebenen. Wir suchen und schätzen die offene und verlässliche Kooperation mit weiteren humanitären Organisationen.
Mit unserer Arbeit fördern wir die Wahrnehmung und das Verständnis für Menschen mit Beeinträchtigung in der Gesellschaft und das Zusammenleben und den Respekt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in Äthiopien. Wir verpflichten uns, dies mit der grösstmöglichen Sorgfalt zu tun.
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen dem Management in Addis Abeba, der Geschäftsleitung und dem Schweizer Vorstand können wir schnell auf Veränderungen reagieren und unsere finanziellen und personellen Ressourcen optimal einsetzen.
Seit Projektbeginn fördern wir die theoretischen und praktischen Kompetenzen des Werkstatt-Teams. Ziel der Ausbildung ist es, die zur Verfügung stehenden Rollstühle und weiteren Hilfsmittel so anzupassen, dass sie den Bedürfnissen, Voraussetzungen und Lebensumständen der Klienten möglichst gut entsprechen.
Unser Standard in der Rollstuhlversorgung ist in Äthiopien unübertroffen. In der aktuellen Projektphase entwickeln wir ein praxisorientiertes Ausbildungskonzept, das unseren Mitarbeitenden die Kompetenzen vermittelt, als Ausbilderinnen und Ausbilder auf dem Gebiet der individuellen Rollstuhlversorgung ihr Wissen an Fachleute anderer Eirichtungen weiterzugeben. Dadurch erhöhen wir die dringend benötigten Kapazitäten an Experten in diesem spezialisierten Arbeitsbereich.
Seit 2022 setzen wir unser Frühförderprogramm erfolgreich um und entwickeln es kontinuierlich weiter. Es orientiert sich am lokalen Bildungssystem und an internationaler Praxis. Unsere Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten im Rehabilitationsbereich durchlaufen ein Ausbildungsprogramm, das speziell auf die äthiopischen Verhältnisse zugeschnitten ist, sich an internationalen Best Practices orientiert und in Zusammenarbeit mit internationalen Fachkräften erfolgreich durchgeführt wird. Die Arbeiten am praxisorientierten Trainingshandbuch sind abgeschlossen. Nun werden unsere erfahrensten Mitarbeiterinnen darin geschult, Fachkräfte auszubilden und Fortbildungen durchzuführen.
In der Frühförderung und Kinderphysiotherapie ist die multidisziplinäre und interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend. Ergänzend zum Therapieangebot arbeiten unsere Teams aus der Werkstatt und dem Reha-Bereich bei der Hilfsmittelversorgung eng zusammen. Davon profitieren nicht nur die Kinder. Auch unsere Expertenteams erweitern und vertiefen durch den Austausch ihr fachliches Wissen und Können.
In unserer Abteilung für Kompetenzentwicklung bieten wir die folgenden Massnahmen an: Handwerkskurse für Frauen mit Behinderungen, grundlegende unternehmerische Fähigkeiten zur Gründung eines Kleinstunternehmens, Schulung von Lebenskompetenzen, die zur allgemeinen Prävention, Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung beitragen können, sowie Training in Freizeitaktivitäten wie Rollstuhlbasketball und zeitgenössischem Tanz.
Unsere drei Tanz, – und Sporttrainer sind selbst von einer Behinderung betroffen und damit inspirierende Vorbilder für alle Teilnehmenden.

Die Entwicklung des Frühförderprogramms und damit die Ausbildung unserer Physiotherapeutinnen sind erfolgreich abgeschlossen.
Die Babys sind da!
40 Kinder im Alter von 0 - 2 Jahren nehmen neu zusätzlich am Programm teil.

Fortbildung in der Schweiz! Ergänzend zu der intensiven Fortbildung vor Ort findet zum ersten Mal eine Weiterbildung in der Schweiz statt. Unsere Physiotherapeutin Addisalem ist für 4 Wochen in Bern und nimmt viele Eindrücke mit, die sie in die Entwicklung des Frühförderprogramms einfliessen lässt.

Die dritte Projektphase beginnt -unser Schwerpunkt: Ausbildung und Fortbildung!
Wir feiern: 10 Jahre Addis Guzo! Mit dabei: Dr. Ergoge Tesfay, Ministerin für Woman and Social Affairs.

Face-Lifting
Nach fast 10 Jahren im rot-grauen Design war es an der Zeit für ein neues Logo!

Corona! Mit entsprechenden Schutzmaßnahmen können wir unsere Arbeit fast ohne Unterbrechung fortsetzen.

Der Umzug und die Einweihung des neuen Projektgeländes - Im selben Jahr bauen wir gemeinsam mit dem Verein Kukuk-Kultur den ersten inklusiven Spielplatz in Äthiopien.

Addis Guzo zieht um nach Geja Sefer, einem der ärmsten Quartiere der Stadt. Die Vorbereitung auf dem neuen Gelände sind in vollem Gang.

Salome Inclusion Day!
Die Vielfalt unserer Gemeinschaft wird gefeiert! Mitarbeitende, ein Fussballclub aus der Nachbarschaft und unser Basketballteam erleben gemeinsam einen spannenden Nachmittag voller Freude, Teamgeist und Fairplay.

Wir eröffnen das Rehabilitationszentrum für Familien mit behinderten Kindern und Physiotherapie für Erwachsene.

Skills Development
Nach der ersten Ausbildungsgruppe (Kerzenherstellung) folgen weitere: Schneidern und Puppenherstellung

Der Sportplatz für Rollstuhlbasketball wird gebaut. Die ersten Basketballgruppen beginnen mit dem wöchentlichen Training.

Eröffnung!
Wir erhalten die Anerkennung als Foreign Charity und öffnen unsere Türen.

Der erste Spatenstich auf dem Gelände eines Zentrums für Kriegsversehrte! Nur wenige Monate später steht die aus vier alten Containern, viel Wellblech und in unzähligen Stunden Schweisserarbeit gebaute Rollstuhlwerkstatt.

Christine und Bernhard gründen gemeinsam mit Marianne Locher in Bern den Verein Addis Guzo und planen den Bau einer Rollstuhlwerkstatt.

Bernhard Wissler und Christine Oberli engagieren sich in Addis Abeba ehrenamtlich für ein Hilfsprojekt, das damals ausrangierte Rollstühle aus der Schweiz nach Äthiopien lieferte.

Unser Partnerverein rollaid, CH, sammelt gebrauchte Rollstühle, weitere Hilfsmittel und unzählige Ersatzteile in der Schweiz. Bis zu 700 revidierte, wieder einsatzbereite Rollstühle werden pro Jahr nach Äthiopien geliefert.
Center of Excellence for mobility aid provision, pediatric physiotherapy & early childhood intervention.
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